Sanierungsgebiet: Wie Eigentümer draufzahlen, wenn sie Immobilien in Berliner Sanierungsgebieten besitzen

In vielen Ländern bemüht sich der Staat darum, heruntergekommene Gebiete und Regionen für Investoren anziehend zu machen. In der italienischen Provinz Molise werden zum Beispiel Leuten, die dort hinziehen, 700 Euro im Monat für drei Jahre angeboten. Andere, wie Sambuca, machten zuletzt Schlagzeilen, indem sie verlassene Grundstücke für einen symbolischen Preis von einem Euro anboten.

In Berlin und anderen Städten mit vorgesehenen Sanierungsgebieten ist es anders. Statt einen Anreiz zu schaffen für diejenigen, die dort investiert haben oder ein Grundstück besitzen, wollen die örtlichen Behörden den Vorteil zurückfordern, den die Sanierung durch höhere Grundstückspreise schafft.

Was macht ein Sanierungsgebiet aus?

Momentan gibt es in Berlin zehn über die Stadt verteilte Sanierungsgebiete, von Wilhelmsstadt im Westen bis hin zur Marzahner Promenade im Osten. Laut der Website des Berliner Senats wurden diese Gebiete eingeteilt aufgrund “…vernachlässigten Parks und Plätzen und Straßen, Bürgersteigen und Fahrradwegen in schlechtem Zustand. Die Gebäude und Sozialzentren sind teilweise heruntergekommen, die Wirtschaftsstruktur verschlechtert sich und einige Läden stehen leer.”

All dies sind typische Merkmale von Gebieten, die in Großbritannien auch als „Regeneration Areas“ bezeichnet werden. Leider, beschweren sich dort, wo diese Regeneration tatsächlich funktioniert, Personen in den sozialen Medien darüber und bestimmte → Bürgerinitiativen gehen gegen die „Gentrifizierung“ der jeweiligen Gebiete vor. Gentrifizierung ist nun ein negativer Begriff geworden, anstatt dass man erkennt, dass die physische Umgebung und der Zustand dieser Stadtteile sich tatsächlich verbessert haben und nun neue Menschen und Geschäfte angezogen werden.

Grundstücksbesitz in einem Sanierungsgebiet

Grundstücksbesitzer bekommen heutzutage echte Probleme, wenn sie versuchen, ihre Grundstücke in einem Sanierungsgebiet zu verkaufen. Die örtlichen Behörden haben das Recht, die Differenz zwischen dem Wert nach der Sanierung und dem Ursprungswert einzufordern. Dies ist natürlich eine Rechtsangelegenheit und andere Faktoren, wie etwaige Verbesserungen, die vorgenommen worden sind, müssen mit einbezogen werden.

„Wir hatten letztens einen Fall, da versuchte ein kleiner Investor ein einzelnes Apartment in dem Moabiter Sanierungsgebiet Turmstraße zu verkaufen. Der Verkäufer nahm das Angebot eines Käufers an, der es für sich selber nutzen wollte. Der Verkauf wurde von den örtlichen Behörden gestoppt, da diese behaupteten, dass der Preis zu hoch sei und ein Teil des Kaufpreises an sie gezahlt werden müsse, um den Mehrwert der Sanierungsarbeiten auszugleichen.

Wir mussten dabei helfen, ein Rechtsgutachten und eine unabhängige Einschätzung zu organisieren, die aufzeigten, dass der Preis tatsächlich genauso hoch war wie in Stadtteilen, die außerhalb des Sanierungsgebietes liegen.“ Außerdem war es ein Nachweis dafür, dass der stark erhöhte Preis durch die hohe Nachfrage und dem Mangel an Wohnraum in der Stadt zustande gekommen ist. Wenn auch mit Verzögerung, der Verkauf wurde erfolgreich abgeschlossen.

Der Verkauf Ihrer Immobilie in einem Sanierungsgebiet

Tipps für Verkäufer, die eine Immobilie in einem Sanierungsgebiet besitzen und diese verkaufen wollen

Wenn die Sanierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, könnten die Besitzer mit den Behörden im Voraus eine „Ausgleichszahlung“ aushandeln – so wie es die Stadt Leipzig ihren Besitzern angeboten hat. Verkäufer bekommen dort in den 15 Sanierungsgebieten 20 Prozent Rabatt auf eine frühe Zahlung. Wenn der Antrag angenommen wurde, sollte man sich dazu professionellen Rat einholen – am besten in Form einer Bewertung, die aufzeigt, dass eine „Ausgleichszahlung“ erforderlich ist und im Idealfall die Zustimmung der Behörde erhält, sobald man einen Kaufvertrag für die Immobilie ausgehandelt hat.

Als Käufer sollte man immer sicherstellen, dass etwaige Haftbarkeit für die Lage in einem Sanierungsgebiet ausgehandelt ist, bevor der Kauf getätigt wird.

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