Update zu den Covid19 Effekten auf den deutschen Immobilienmarkt

Update: Covid-19 und der deutsche Immobilienmarkt

COVIC-19-Effekte auf den deutschen Immobilienmarkt

Wir sind nun seit 8 Wochen in der sogenannten „Corona Krise“. Bis jetzt ist die Immobilienbranche gut bis sehr gut durch die Krise gekommen. Das wird sich aber noch ändern, denn die Effekte von Einkommensverlusten oder Firmenpleiten werden erst noch kommen. Trotzdem gib es keinen Grund zur Panik.

An unseren Standorten in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben wir sehr unterschiedliche Kriseneffekte auf den Immobilienmarkt feststellen können.

Die 5 wichtigsten Effekte auf Verkäufer-Seite:

  1. Nur in der Hauptstadt gibt es insgesamt weniger aktive Verkäufer. Besonders → in Leipzig sind die Verkäufer aktiv und bieten weiter an. Wir konnten sogar eine Zunahme von Verkaufsaufträgen beobachten, genauso wie → in Magdeburg.
  2. Brandenburg erfährt einen bisher nie bekannten Boom an Anbietern. Wir hatten noch nie so viele Verkaufsaufträge wie jetzt → in Brandenburg.
  3. Hochpreisige Immobilien werden insgesamt weniger angeboten als vor der Krise. Das gilt für alle Standorte. Hier sind besonders 2-3 Zimmer Wohnungen in den Stadtzentren zu nennen. Die Toplagen verkaufen sich derzeit weniger gut als vor der Krise. Die Preise sind aber nicht gesunken. Verkäufer warten derzeit einfach ab. Die Vermarktungszeit ist erheblich gestiegen. Viele Verkäufer von teuren Objekten ziehen sich nun vom Markt zurück und wollen die Krise abwarten.
  4. Kleine Single-Wohnungen und Micro-Apartments in Toplagen sind nach wie vor die am meisten angebotene Wohnungsart in Innenstadtlagen. Preise sind hier sogar gestiegen. Besonders internationale Verkäufer setzen auf diese Immobilienklasse.
  5. Die Preise sind insgesamt stabil. Einzige Ausnahme sind in Berlin Altbauwohnungen aufgrund der Effekte des Mietendeckels. Hier entsteht eine immer größer werdende Preiskluft zwischen vermietetem Berliner Altbau und bezugsfreiem Berliner Neubau. Mittlerweile ist nun auch der leere Altbau nur mit Preisabschlägen von ca. 3-4% zu verkaufen.

Ratschlag für Verkäufer: Verkaufen Sie jetzt und warten Sie nicht ab. Nach der Krise wird es weniger Käufer mit Eigenkapital geben als jetzt. Jene Käufer, die aus der Krise mit mehr Eigenkapital herausgehen als zuvor, werden Profikäufer sein und weniger Privatkäufer aus der Mittelschicht. Rechnen Sie mit längeren Verkaufszeiträumen, mit Preisabschlägen von ca. 3-4% bzw. ca. 5% in Berlin für Kapitalanlagen und mit stabilen Preisen für schöne Einfamilienhäuser oder große Eigentumswohnungen.

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Die 5 wichtigsten Effekte auf  Käufer-Seite:

  1. Die Anzahl der Käufer ist nur zu Beginn der Krise zurückgegangen. Mittlerweile hat sich die Anzahl der Anfragen wieder erholt. Auch die Qualität der Anfragen ist nochmals gestiegen. Wir bekommen deutlich weniger unqualifizierte Kaufanfragen als noch vor der Krise.
  2. Die Käufer hoffen auf Schnäppchen und wollen stark verhandeln. Hier beobachten wir aber kaum Spielraum. Es gibt insgesamt viele Kaufangebote die deutlich unter Marktwert liegen. Praktisch keines wird davon realisiert, standortunabhängig. Einzige Ausnahme: Mehrfamilienhäuser in Berlin und vermietete Altbauwohnungen. Hier sinken die Kaufpreise.
  3. Die Art der Nachfrage hat sich in der Krise weiter verändert. Es werden Einfamilienhäuser, Hausboote, Objekte in Brandenburg, Bauland, auch Bauernhöfe, Landgüter usw. intensiv gesucht und gefunden. Die Stadtflucht nimmt weiter zu.
  4. Immobilien als Altersvorsorge und als Kapitalanlage sind so günstig wie seit langem nicht mehr. Das haben Käufer besonders in Leipzig und Magdeburg erkannt. Um Berlin als Investitionsstandort wird ein Bogen gemacht, mit Ausnahme kleiner Neubauwohnungen.
  5. Das Preisgefüge verschiebt sich weiter. Nachgefragt werden entweder sehr preiswerte Immobilien, also unter 100.000 € in Sachsen und Sachsen-Anhalt, unter 200.000€ in Brandenburg und unter 250.000€ in Berlin. Ebenso die einmaligen Immobilien, welche individuell für Käufern zum Eigenbedarf gebaut werden, sind stark nachgefragt. Preisklassen hier: Sachsen 400.000 € – 500.000 €, Sachsen-Anhalt 350.000 € – 450.000 €, Brandenburg 300.000 € – 450.000 €, Berlin 1.300.000 € – 2.500.000 €.

Ratschlag für Käufer: Kaufen Sie gegen den Trend. In allen Standorten gibt es gute bis sehr gute Kaufobjekte. Achten Sie jetzt noch stärker auf die Faktoren beim Kauf, auch beim Eigennutz damit Sie flexibel bleiben sollten Sie den Standort beruflich wechseln müssen. Spekulieren Sie nicht auf sinkende Preise, sondern kaufen Sie jetzt was sich rechnet.

Fazit: Die COVID-19-Pandemie wirkt wie ein Beschleuniger der Trends. Das, was sich schon vor der Krise abzeichnete, beschleunigt sich weiter. Die Mittelklasse von Objekten, egal ob zum Wohnen oder als Altersvorsorge wird weniger nachgefragt. Die Oberklasse, sofern wirklich Oberklasse, oder die Einstiegsobjekte laufen hingegen umso besser.

Für eine individuelle Beratung und Analyse von Eigentümern oder solche die es werden wollen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns direkt an:

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Achim Amann

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