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©fegevox.com

Die SPD ist auf Wählerfang mit dem Bestellerprinzip für Kaufimmobilien.

Kommentar von Achim Amann und Andreas Müller von Black Label Immobilien

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) macht Ernst mit ihren Plänen, das → sogenannte Bestellerprinzip auch beim Immobilienkauf durchzusetzen. Das heißt im Klartext: Wer den Makler „bestellt“ beziehungsweise beauftragt, der zahlt ihn auch – dazu hat die Justizministerin nun einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt.

Die SPD suggeriert ihren Wählern mit diesem scheinbar bürgernahen Vorgehen, damit die hohen Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf zu senken. Die Makler-Courtage von derzeit 7,14 Prozent und weitere Nebenkosten machen es vor allem jungen Familien schwer, eine eigene Wohnimmobilie in Berlin zu kaufen. Vordergründig hört sich das auch plausibel an.

Achim Amann, Mitinhaber von Black Label Immobilien, hat dazu allerdings eine etwas andere Sichtweise: „Was Frau Barley hier macht, um Stimmen zu gewinnen, ist peinlich. Die Maklerbranche schafft Tausende von Arbeitsplätzen und macht zirka drei Milliarden Umsatz im Jahr, zahlt Steuern in Deutschland, davon unter anderem Gewerbe- und Einkommenssteuern, sowie Sozialabgaben. Insgesamt arbeiten über 100.000 Personen in Deutschland in der Maklerbranche. Makler sorgen dafür, dass Käufer und Verkäufer gleichermaßen Transparenz und Sicherheit in einem komplett unübersichtlichen Marktumfeld haben. Makler müssen sich am Markt beinharter Konkurrenz stellen und Kunden zahlen in der gängigen Praxis „freiwillig“ die Gebühr an die Makler und es ist längst üblich, dass die Kunden den Makler auch „bestellen““.

Black Label Immobilien bietet schon seit zehn Jahren das sogenannte Festpreismodell an.

Dieses Festpreismodell gleicht dem Bestellerprinzip, was die Justizministerin auf den Weg bringen möchte. „In der Praxis erzielen wir dadurch, dass der Verkäufer die Maklerkosten übernimmt, einen sehr viel höheren Kaufpreis für den Verkäufer. Wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass die Käufer am Ende sogar deutlich mehr zahlen mit dem Festpreismodell/Bestellerprinzip, als wenn Sie den Makler direkt bezahlen würden. Vom Bestellerprinzip würde also eher der Verkäufer profitieren und nicht der Käufer. Sollte sich Frau Barley hier durchsetzen, werden keineswegs diejenigen entlastet, die Wohnraum suchen und kaufen wollen. Ganz im Gegenteil, denn die meisten Verkäufer werden die Maklergebühr einfach wieder auf den Kaufpreis draufschlagen und die Preise steigen weiter an. Seit der Einführung des Bestellerprinzips für Mietwohnungen lässt sich diese Tendenz gut beobachten – auch hier haben sich die Mieten drastisch erhöht“.

In der vom IVD ins Leben gerufenen Debatte zum → BESTELLERPRINZIP VERHINDERN – VERBRAUCHER SCHÜTZEN diskutieren Betroffene und Interessierte zu diesem Thema. Helfen Sie mit das Bestellerprinzip bei Kaufimmobilien zu verhindern und stimmen Sie in dieser Petition gegen den Gesetzesentwurf der SPD.

Immer dann, wenn der Staat in einen funktionierenden Markt eingreift, um so seine unwissenden Bürger zu schützen, sollte genau hinsehen werden, wer wirklich davon profitiert.

„In diesem Fall sind es die Politiker, die ihren Job sichern wollen. Die Wohnungsuchenden, die angeblich entlastet werden sollen, sind es auf jeden Fall nicht. Diese Menschen wurden in der Vergangenheit von genau diesen Politikern im Stich gelassen, als diese den bezahlbaren Wohnraum verscherbelt haben. Exakt dieselbe Art von Politikern kauft nun in Berlin diesen Wohnraum wieder völlig überteuert vom Markt zurück und behauptet, damit Bürger schützen zu wollen“, meint Achim Amann.

Andere Stimmen sagen, dass dieses Gesetz für mehr Transparenz und klare Verhältnisse im Vermittlungsgeschäft sorgen würde. „Fehlgeleitet hingegen ist der von der SPD vorgetragene sozialpolitische Gedanke, mit dem Bestellerprinzip dem berühmten Normalverdiener zu einem Einstieg ins Wohneigentum zu verhelfen. Der Normalverdiener ohne Erbschaft ist ohnehin längst aus dem Markt, weil er bei den hohen Preisen nicht mehr mithalten kann“, so die → Meinung von Michael Fabricius, leitender Welt-Redakteur für Immobilien in Berlin.

Also würde sich praktisch wenig verbessern für junge Familien, sollte dieses Gesetz wirklich durchkommen. Aber gerade mit diesem Slogan wird politisch geworben.

Auch Andreas Müller, ebenfalls Mitinhaber von Black Label Immobilien, vermisst schmerzlich einen Masterplan von der rot-grünen Berliner Regierung: „Es gibt keinerlei Sofortmaßnahmen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Es wird beispielsweise kein Bauland vom Bund zur Verfügung gestellt. Bebauungspläne werden ständig ausgebremst und dann wieder verworfen, wie der Kleinbebauungsplan am Tempelhofer Feld. In der Stadtentwicklung ist schon seit Jahren keine klare Linie oder ein durchdachtes Konzept zu erkennen. Im Gegenteil, die Verantwortlichen haben sich in der Vergangenheit ständig von kleinen Bürgergruppen ausbremsen lassen. Es gibt leider niemanden, der eine marktwirtschaftliche Vision für Berlin und das große Ganze im Überblick hat. Die jeweiligen Politiker haben nur ihre Wähler und Interessen im Kopf und keiner hat den Mut, auch mal gegen diese kleinen Gruppen und Minderheiten vorzugehen. Es geht aber um das Gesamtwohl der Stadt, das wird dabei gänzlich übersehen, wenn zum wiederholten Male Unmut geschürt und Bürger politisch gegeneinander aufgehetzt werden. Und das, obwohl Vermieter, Makler, Investoren, Spekulanten und Mieter dasselbe wollen: Eine auf Wachstum ausgerichtete Marktwirtschaft und mehr bezahlbaren Wohnraum!“

Endlich wird über dieses Thema auch öffentlich diskutiert:

http://www.spiegel.de/kultur/tv/hart-aber-fair-zu-mieten-enteignung-als-ultima-ratio-a-1257307.html

https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/maklergebuehren-was-das-bestellerprinzip-bei-immobilienkaeufen-bewirken-koennte/24087876.html

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/plus190117091/Bestellerprinzip-So-rechnet-sich-die-neue-Makler-Regel-fuer-Hauskaeufer.html

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Kontakt

Dominique Bridstrup

Dominique Bridstrup

Telefon: +49 30 – 679 48 646
Mobil: +49 177 4800046
E-Mail: db@blacklabel-properties.com